Tischtennisabteilung des VfB Bodenheim

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Regelkunde 1  -  Schlägerwechsel

Frage: Ist ein Schlägerwechsel  während des Spiels zulässig?

a) immer
b) nur mit Zustimmung des Gegners
c) nur, wenn der Schläger unabsichtlich so schwer beschädigt wurde, dass er nicht mehr benutzt werden kann

Richtige Antwort ist c

 

Hier die dazugehörige Regel:

TT-R § 4.2.4: "Während eines Einzels oder Doppels darf ein Schläger nur dann gewechselt werden,
wenn er unabsichtlich so schwer beschädigt wird, dass er nicht mehr benutzt werden kann.

In einem solchen Fall muss der Spieler ihn unverzüglich durch einen anderen ersetzen, den er mitgebracht hat
oder der ihm in den Spielraum (die Box) gereicht wird."

 

Wenn einem unserer Spieler das passiert, dann sollte er über seinen Mannschaftsführer
sofort im Spielbericht einen Protest vermerken lassen. 
Dann muss der Staffelleiter entscheiden, ob der nicht erlaubte Schlägerwechsel bestraft wird
z.B. kann dann im Nachhinein das Spiel für den Gegner als verloren gewertet werden.
Was viele nicht wissen: Während des Spiels muss der Schläger in der Box verbleiben. 
Entfernt man sich zwischen zwei Sätzen von der Platte, dann muss der Schläger auf die Platte gelegt werden. 
Keinesfalls darf man den Schläger mit zu seiner Tasche nehmen. 
Damit soll ein unbemerkter Austausch vermieden werden.

Regelkunde 2  -  Entfernen vom Spieltisch

Während Pausen zwischen Sätzen und Time-Outs
a) müssen Spieler in der Box bleiben
b) dürfen sich Spieler nicht mehr als 3 Meter von der Box entfernt aufhalten
c) dürfen sich Spieler nur in Begleitung des OSR aus dem Spielraum entfernen

Und richtig ist Antwort b!

Hier der Paragraph zur Regel:

TT-R § B 4.4.7: "Die Spieler müssen während des ganzen (Einzel- oder Doppel-) Spiels im Spielraum (der Box) oder in dessen Nähe bleiben;
Ausnahmen bedürfen der Zustimmung des Oberschiedsrichters. 
Während der Pausen zwischen den Sätzen und während Timeout dürfen sich die Spieler nicht mehr als drei Meter vom Spielraum (der Box) entfernt 
unter Aufsicht des Schiedsrichters aufhalten."

Und was ist, wenn man wirklich mal zur Toilette muss? 
Mit Zustimmung des Oberschiedsrichters ist das Aufsuchen der Toilette kein Problem, 
auch wenn sich diese nicht innerhalb der angesprochenen drei Meter befindet. Entfernt sich ein Spieler unerlaubt,
zeigt ihm der Schiedsrichter wegen Fehlverhaltens die gelbe Karte."

Regelkunde 3  -  Einlegen von Protest

Frage 1: Proteste zu Spielmaterialien (Tische, Netze...) bei Mannschaftsspielen werden nur berücksichtigt, wenn

a) sie vor Beginn des Mannschaftskampfes eingelegt werden
b) sie von einem Mitglied der Mannschaft eingelegt werden
c) sie telefonisch während des Mannschaftskampfes beim Spielleiter eingelegt werden
b) vor dem jeweiligen Einzel oder Doppel der Protest formuliert und protokolliert wird

c) man nach dem Spiel dem Spielleiter anschreibt und in einem Fachforum die User darüber informiert.


Die richtige Antwort zu Frage 1 ist a) - der Protest muss vor Beginn des Mannschaftskampfes eingelegt werden.

Hierzu Folgendes aus der Wettspielordnung:

bei der dafür zuständigen Stelle einzulegen. Proteste, die sich auf die allgemeinen Spielbedingungen und die Spielmaterialien erstrecken,
können nur berücksichtigt werden, wenn sie vor Beginn eines einzelnen Spiels oder des Mannschaftskampfes bei der dafür zuständigen
Stelle eingelegt wurden. Proteste bei Mannschaftsspielen sind von den protestierenden Mannschaftsführern auf dem Spielbericht einzutragen und zu unterschreiben.
Die zuständigen Stellen sind jedoch verpflichtet, ihrerseits Verstöße gegen die bestehenden Bestimmungen zu ahnden, auch ohne einen Protest abzuwarten."
Das kann nur vor dem Beginn des Mannschaftskampfes durch den Mannschaftsführer als Protestberechtigtem erfolgen.
Der Protest gegen einen Schläger kann nur vor dem unmittelbaren Doppel- oder Einzelspiel erfolgen, da dort erst der Schläger dem Schiedsrichter
und dem Gegenspieler gezeigt werden muss. Vor dem Mannschaftskampf ist hiergegen kein Protest möglich, da man nicht erkennen kann,
mit welchem Schläger der Spieler später antreten wird.

Frage 2: Proteste zu Schlägern bei Mannschaftsspielen werden nur berücksichtigt, wenn a) sie vor Beginn des Mannschaftskampfes eingelegt werden
b) vor dem jeweiligen Einzel oder Doppel der Protest formuliert und protokolliert wird
c) man nach dem Spiel dem Spielleiter anschreibt und in einem Fachforum die User darüber informiert.

Die richtige Antwort zu Frage 2 ist b) der Protest muss vor dem jeweiligen Einzel oder Doppel formuliert und protokolliert werden.

Hierzu Folgendes aus der Wettspielordnung:

§A16: "Proteste über Vorgänge, die sich unmittelbar auf das Spielgeschehen beziehen, sind sofort nach Bekanntwerden des Protestgrundes einzutragen.
Ohne diese Eintragung werden Proteste nicht berücksichtigt.
Bei einem Mannschaftswettkampf müssen Proteste zu Tischen, Netzen oder dem Lichteinfall in die Spielbox vor dem Wettkampf eingelegt werden.

Regelkunde 4  -  Aufschlagregel

Der Ball muss sich vom Beginn des Aufschlags, bis er geschlagen wird, oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers  befinden
und darf durch den Aufschläger oder seinen Doppelpartner oder durch etwas, das sie an sich oder bei sich tragen, für den Rückschläger nicht verdeckt werden.

TT-R § A 6.4: "Der Ball muss sich vom Beginn des Aufschlags, bis er geschlagen wird, oberhalb der Ebene der Spielfläche und hinter der Grundlinie des Aufschlägers befinden […]."

TT-R § A 5.15: "Der Ausdruck Grundlinie schließt ihre gedachte Verlängerung in beide Richtungen ein."

Regelkunde 5  -  Ich war noch nicht bereit für den Aufschlag

Ihr Gegner schlägt auf, obwohl Sie noch gar nicht bereit waren?
Keine Angst, damit kommt er nicht durch. Das Spiel wird sofort unterbrochen und der Ballwechsel wird wiederholt.

Hier die dazugehörende Regel:

TT-R § A 9.1.2: "Ein Ballwechsel muss wiederholt werden, wenn aufgeschlagen wird, bevor der Rückschläger oder sein Partner spielbereit ist;
Voraussetzung ist allerdings, dass weder der Rückschläger noch sein Partner versuchen, den Ball zu schlagen."
Wenn also kein Versuch gestartet wird, einen Ball zu schlagen, ist der Rückschläger auch noch nicht spielbereit und der Ballwechsel muss wiederholt werden.

Könnte diese Regelung nicht auch ausgenutzt werden? Wenn ein Spieler sich bei einem unerreichbaren Aufschlag einfach nicht bewegt und darauf spekuliert,
als 'nicht spielbereit' durchzukommen? Die Regelexperten merken dazu an, dass es quasi eine Höchstleistung ist, den Aufschlag zu sehen, zu 'lesen'
und ihn dann als 'schwierig' einzustufen. Die Automatismen des Körpers würden dem Spieler also wohl einen Strich durch die Rechnung machen.
Wenn es nun aber des Öfteren so vorkommt, soll der Schiedsrichter den Rückschläger ermahnen.
Normalerweise deutet der Rückschläger seine Bereitschaft ja dadurch an, dass er sich entsprechend am Tisch positioniert und meistens
auch etwas tiefer steht. Das ist ja dann keine 'normale' Körperhaltung."

Regelkunde 6  -  Regelverstoß in der Satzpause

Ein Spieler benimmt sich zwischen zwei Sätzen so daneben, dass ihn der Schiedsrichter wegen Fehlverhaltens zum zweiten Mal verwarnen will. 
Welche Möglichkeiten hat er?
Natürlich kann sich der Spieler auch in der Satzpause nicht erlauben, was er will, sondern ist den Weisungen des Schiedsrichters unterstellt.
Der Schiedsrichter hat alle Möglichkeiten und kann auch eine gelb-rote Karte zeigen, den fälligen Punkt erhält dann der Gegenspieler.
Somit geht es nach der Satzpause mit einem Punktestand von 0:1 aus Sicht des bestraften Spielers weiter.

In diesem Fall greift der Regelparagraph TT-R § B 5.2.3:

"Begeht ein Spieler, der verwarnt wurde, im selben Einzel- oder Doppelspiel oder im selben Mannschaftskampf  einen zweiten Verstoß,spricht der Schiedsrichter seinem Gegner einen Punkt und
bei einem weiteren Verstoß zwei Punkte zu. Dabei zeigt er jedes Mal eine gelbe und eine rote Karte zusammen."

Regelkunde 7  -  Ball ohne "Schiri-Pfiff" aufgefangen - und jetzt?

Spieler A fängt einen Ball auf, weil er der Meinung ist, dass Spieler B einen Fehler gemacht hat. Was passiert?

a) Spieler B bekommt den Punkt, weil Spieler A den Ball nicht auffangen darf
b) Spieler A bekommt den Punkt, wenn der Schiedsrichter ihm Recht gibt
c) Der Ball wird wiederholt

Die Auflösung: Tatsächlich ist es so, dass ein Spieler nicht einfach einen Ball fangen darf, wenn er der Meinung ist, dass sein Gegner zuvor einen Fehler gemacht hat (der Ball z.B. das Trikot berührt hat). Dann ist laut Regelwerk auf Punkt für den Gegner zu entscheiden. Richtig ist also Antwort a) "Spieler B bekommt den Punkt, weil Spieler A den Ball nicht auffangen darf"!

In den Tischtennisregeln ist das festgelegt im Paragraphen A 10.1.6: "Sofern der Ballwechsel nicht wiederholt wird, erzielt der Spieler einen Punkt, wenn sein Gegner den Ball aufhält."

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 09. September 2015 um 17:00 Uhr